Heute hatte ich eine Exkursion nach "Enseada dos Corais" für den Kurs "Angewandte Ökologie" und ich werde ausnahmsweise mal ohne Verzögerung davon berichten. Bei "Enseada dos Corais" handelt es sich um einen schönen Strand mit breitem Riffstreifen und einem kleinem Mangrovengebiet davor.

Erstmal fit machen durch Jogaübungen und dann auf zur Arbeit.

Unser Projekt, welches wir in einer kleinen Gruppe von drei Leuten durchführen sollten und die lockere Vorgabe "Lebensraum Salzwasser" hatte, sollte die Lebensgewohnheiten der Muschelart Iphegenia brasiliensis näher unter die Lupe nehmen.

Entlang eines Transektes von 150 m - vom Ästuar mit seinen Mangroven bis schließlich in das Salzwasser des Meeres - sollten wir jeweils 5 x 5 Bodenproben sammeln, diese danach waschen und schließlich, neben der Aufnahme weiterer Werte wie Salinität oder Sedimentdichte, die gewünschten Muscheln vermessen. Problem nur: Wir haben an keinem Punkt auch nur eine Muschel von I. brasiliensis gefunden. Naja, nachdem die andere Gruppe ebenfalls abgebrochen hat, nachdem einer von denen beherzt in einen Seeigel gefasst hat, hatten wir noch einen schönen Tag am Strand mit viel Sonne.

Die Mangroven bilden ebenfalls für viele angepasste Tierchen wichtige Lebensräume. Hier wimmelte es nur so vor kleinen Winker-Krabben. Winker-Krabben schätzen, anstatt sich gegenseitig an den Kragen zu gehen, anhand der Größe der linken Schere ab welche Krabbe stärker ist und somit Vorrecht auf Weibchen und die besten Höhlen hat. Deshalb verbringen die Krabben einen Großteil ihrer Zeit damit sich gegenseitig zuzuwinken. Sah schon ziemlich witzig aus, aber leider sind die Viecher zu schnell um sie zu fotografieren :-/

Der Bereich vor dem Riff bei Niedrigwasser.

Oben auf dem Riff welches einen guten Meter aus dem Wasser ragt gibt es viele Pools, die für zahlreiche Tiere wichtige Rückzugsgebiete darstellen.

Die Grenze zwischen Strand und Rifferhebung.

Dies ist einer der bereits erwähnten Pools oben auf der Rifferhebung. Wie man sehen kann auch alles voll mit Seeigeln.

Da sich die vielen Seeigel von Algen ernähren ist das flache Wasser in den Pools glasklar und man kann wie im Aquarium Fische und Korallen beobachten.

Eine tote Languste haben wir dann auch noch gefunden und mitgeschleppt.


Klein aber fein - unsere erste blühende Orchidee daheim auf der Terasse (Lockhartia spec.)
Das wars dann auch erstmal von mir. Ab morgen bin ich drei Tage lang auf Exkursion für Riffökologie - dann gibts sicherlich wieder etwas Neues zu lesen und ein paar schicke Strandbilder zu sehen.
Also, até mais - Olli

Erstmal fit machen durch Jogaübungen und dann auf zur Arbeit.

Unser Projekt, welches wir in einer kleinen Gruppe von drei Leuten durchführen sollten und die lockere Vorgabe "Lebensraum Salzwasser" hatte, sollte die Lebensgewohnheiten der Muschelart Iphegenia brasiliensis näher unter die Lupe nehmen.

Entlang eines Transektes von 150 m - vom Ästuar mit seinen Mangroven bis schließlich in das Salzwasser des Meeres - sollten wir jeweils 5 x 5 Bodenproben sammeln, diese danach waschen und schließlich, neben der Aufnahme weiterer Werte wie Salinität oder Sedimentdichte, die gewünschten Muscheln vermessen. Problem nur: Wir haben an keinem Punkt auch nur eine Muschel von I. brasiliensis gefunden. Naja, nachdem die andere Gruppe ebenfalls abgebrochen hat, nachdem einer von denen beherzt in einen Seeigel gefasst hat, hatten wir noch einen schönen Tag am Strand mit viel Sonne.

Die Mangroven bilden ebenfalls für viele angepasste Tierchen wichtige Lebensräume. Hier wimmelte es nur so vor kleinen Winker-Krabben. Winker-Krabben schätzen, anstatt sich gegenseitig an den Kragen zu gehen, anhand der Größe der linken Schere ab welche Krabbe stärker ist und somit Vorrecht auf Weibchen und die besten Höhlen hat. Deshalb verbringen die Krabben einen Großteil ihrer Zeit damit sich gegenseitig zuzuwinken. Sah schon ziemlich witzig aus, aber leider sind die Viecher zu schnell um sie zu fotografieren :-/

Der Bereich vor dem Riff bei Niedrigwasser.

Oben auf dem Riff welches einen guten Meter aus dem Wasser ragt gibt es viele Pools, die für zahlreiche Tiere wichtige Rückzugsgebiete darstellen.

Die Grenze zwischen Strand und Rifferhebung.

Dies ist einer der bereits erwähnten Pools oben auf der Rifferhebung. Wie man sehen kann auch alles voll mit Seeigeln.

Da sich die vielen Seeigel von Algen ernähren ist das flache Wasser in den Pools glasklar und man kann wie im Aquarium Fische und Korallen beobachten.

Eine tote Languste haben wir dann auch noch gefunden und mitgeschleppt.


Klein aber fein - unsere erste blühende Orchidee daheim auf der Terasse (Lockhartia spec.)
Das wars dann auch erstmal von mir. Ab morgen bin ich drei Tage lang auf Exkursion für Riffökologie - dann gibts sicherlich wieder etwas Neues zu lesen und ein paar schicke Strandbilder zu sehen.
Also, até mais - Olli
















